Die Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte wurde im Jahr 1997 auf der Ostertagung von niedergelassenen Ärzten gegründet. Anlass der Gründung war die Erkenntnis, dass es für das Fortbestehen der Anthroposophischen Medizin in der real existierenden gesundheitspolitischen Landschaft erforderlich ist, einen netzwerkartigen Zusammenschluss von niedergelassenen Ärzten deutschlandweit zu realisieren. Der Impuls ging primär von Kassenärzten aus, von Anfang an waren aber auch privat niedergelassene Ärzte eingeladen. Die Arbeitsgemeinschaft war von Anfang an als öffentliche Zusammenkunft konzipiert, die innerhalb der GAÄD bekannt gemacht wurde und für jeden niedergelassenen Arzt offen stand unabhängig von seiner Mitgliedschaft in der GAÄD. Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich dennoch als ein Organ der GAÄD, wobei sie keine formale Struktur (Leitungsgremium, Mitgliedsbeitrag, Satzung etc.) hat. Einige Initiativträger der ANÄ sind gleichzeitig im erweiterten Vorstand der GAÄD und sorgen für den Informationsfluss in beiden Richtungen.
Aufgaben der ANÄ entsprechend der Gründungsidee
- Durch regelmäßige Treffen überregionaler Art entsteht persönliche Kenntnis und Vertrautheit untereinander, sodass zwischen den Treffen informelle Kontakte erleichtert werden.
- In gemeinsamen Treffen sowie Rundschreiben zwischendurch werden inhaltliche Aspekte vertieft wie z.B. praktische Erfahrungen bei der Behandlung häufiger Krankheiten unter dem Aspekt einerseits einer Kassenmedizin, andererseits der Anthroposophischen Medizin. So werden leitlinienartige Vorgehensweisen erarbeitet, die sich weniger auf gedankliche Überlegungen, sondern eher auf praktische Erfahrungen stützen.
- Sie ist ein Forum, wo spezifische Probleme der anthroposophischen Kassenpraxis hinsichtlich juristischer und auch wirtschaftlicher Fragestellungen besprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden.
- Sie soll die Möglichkeit schaffen, sofern nötig bundesweit koordiniert auftreten zu können im Gespräch und in Verhandlungen mit Politik, Kassenvertretern, Vertretern der anthroposophischen Arzneimittel-hersteller, Berufsverbänden der anthroposophischen Therapien und auch der GAÄD.
- Sofern erwünscht und notwendig soll die Grundlage für direkte Hilfen bei finanziellen Engpässen – Sozialfonds, Beratung – geschaffen werden.
Für die überregionalen Treffen ist erwünscht, dass soweit möglich Vertreter aller KV-Bezirke anwesend sind.Die Treffen finden an unterschiedlichen Orten in Praxen der Teilnehmer statt, sodass einerseits die Reisebelastung gleichmäßig über die Regionen verteilt wird und andererseits die Möglichkeit, unterschiedliche Praxen kennen zu lernen, gegeben ist. Es finden 2-4 Treffen pro Jahr statt, an denen 10-25 Teilnehmer von Freiburg bis Hamburg, Köln bis Dresden anwesend sind. Über einen Emailversand besteht die Möglich-keit, die ca. 200 Teilnehmer hinsichtlich der politischen und wirtschaftlichen Situation auf dem Laufenden zu halten, aber auch Anfragen zu Therapien, Hinweise auf interessante Medikamente zu verbreiten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Dr. M. Karutz
Lothringer Str. 40, 50677 Köln
Tel. 0221/32 33 95
Fax 0221/32 33 77
Mail: m.karutz@tobiashaus.de